SINGING! 2017 im MICHEL

Was brachte mir der Postzusteller denn da für ein großes Paket?
O ja, wie schön! Es waren die Noten für das Konzert Singing 2017, welches am 7. Oktober im Michel stattfinden sollte.
Ich hatte uns alle bereits im November 2016 zur Teilnahme angemeldet, und wir hatten die Noten schon mit Vorfreude und großer Spannung erwartet.
Wir, 12 Sängerinnen aus dem Freundschaftschor Meckelfeld und weitere
6 befreundete Frauen aus benachbarten Chören.

„O TÄLER WEIT, O HÖHEN“
Unter diesem Motto und unter der Leitung, des uns schon von anderen Singing Konzerten bekannten Chorleiters, Prof. Cornelius Trantow, sollte das Konzert die Mitwirkenden und die Zuschauer in die Zeit der Romantik versetzen.

Werke von Johannes Brahms, Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy kamen in diesem Jahr zur Aufführung. Komponisten die in Hamburg gelebt und gewirkt hatten.
Es war bereits unser 6. Konzert im Michel. Das Erste, im Jahr 2012 mit Eric Whitacre hatte uns infiziert. Was gab es schöneres, als mit 500 Sängern dem NDR Chor und Musikstudierenden in unserer schönen Hauptkirche St. Michaelis gemeinsam zu singen!
Die Karten hatte ich bekommen. Wir hatten Plätze auf der Südempore erhalten, von dort konnten wir den Dirigenten und den NDR Chor gut sehen. Auch für un-seren Fan Club, unsere Männer und Freunde hatten wir viele Zuhörer-Karten be-stellt.
Es wurden ab sofort viele Übungsstunden auf dem Kalender eingetragen und
nur durch unsere sehr engagierte, liebenswerte Chorleiterin und Freundin Uta war die Vorbereitung all die Jahre zu schaffen. Danke, Uta.

Ab Februar konnte ich nicht mehr zur Chorprobe gehen, weil mein geliebter Mann Horst an Krebs erkrankt war und im April verstorben ist. Der Verlust hat mich sehr getroffen und erst im Juli war ich bereit, wieder zum Freundschaftschor und zu den Singing Sängerinnen zu gehen. Bei einigen Liedern konnte ich das Weinen nicht unterdrücken. Aber all´ meine Sangesfreunde waren so lieb und verständnisvoll. Sie freuten sich sehr, dass ich wieder zum Singen kam, und ich merkte, wie gut es mir tat.
Aber auch im Michel mitzusingen, da wo mein geliebter Mann früher immer im Publikum saß, war für mich noch unvorstellbar. Ich dachte, dass ich es nicht aus-halte, von der Empore herunter auf einen verwaisten Platz zu sehen.
Ich ging zum Üben, aber ich dachte immer, beim Konzert bin ich auf keinen Fall dabei. Das halte ich nicht aus, ich werde nur weinen.
Zwei Wochen vor dem Konzert fand im Rolf-Liebermann-Studio des NDR ein sehr intensiver zweitägiger Workshop unter der Leitung unseres Lieblingsdirigenten, Prof. Cornelius Trantow und dem Pianisten Sebastian Breuing statt. 350 Sänger und Sängerinnen, die sich gut vorbereitet hatten, probten mit großer Freude.
Hinterher wusste ich, es hat so großen Spaß gemacht und mir so gut getan: „Ich singe im Michel mit“.
Von der Empore sah ich dann unseren Fan Club sowie meinen Enkel Benjamin mit seiner Freundin Vivien, sie winkten mir fröhlich zu.
Da wurde mir ganz warm ums Herz, und ich spürte die Hände meines geliebten Mannes auf meinen Schultern und hörte seine Stimme:
„ Und nun sing schön mein Schatz, ich höre ja auch zu“.

Es war wieder ein wunderbares Erlebnis, gemeinsam mit 500 Mitwirkenden zu singen. Dazu die gute Akustik in unserem so schönen Michel.
Die Zuhörer klatschten begeistert. Und ich bin mir sicher: Im Himmel hat man uns auch zugehört!
Singen ist die beste Therapie in traurigen Lebensabschnitten.
Die Gemeinschaft und das mitfühlende, freundliche Verständnis meiner Sanges-freunde hilft mir sehr und macht mich dankbar!
Und der schöne Gedanke: Beim SINGING! 2018 sind wir wieder dabei!

Märchenhafte Verwechslungen

Dornröschen lag im tiefen Schlaf,
der schlaue Wolf sich zu ihr schlich.
“ Wenn sie mich küsst, werde ich ein Prinz“
so, sagte er zu sich.

Dornröschen schlug die Augen auf,
erschrak ganz fürchterlich.
“ Du bist im falschen Märchen Wolf,
in meinem Märchen gibt’s dich nicht.

„Ich warte doch auf einen Prinz.
Geh zu den Geißlein schnell.
Oder zu Rotkäppchen dem Kind.
Verschwinde hier, ganz schnell.“

„Nein,“ sprach der Wolf, „der Frosch ist krank,
die goldene Kugel bring ich dir.
Wenn du mich küsst, werd ich ein Prinz
und bleibe immer hier,“

“ Ich glaube es nicht“,sprach das Rosenkind.
„Der Alte wurde zu oft gelesen.
Jetzt springt er in den Märchen rum,
gleich ist er Hexe auf dem Besen.

„So ist es eben im den Männern.
Sie können sich nicht entscheiden.
Ich küss ihn jetzt, dann wird er Prinz
und muß zur Strafe bleiben.“

Guter, böser Wolf

„Rotkäppchen“, sprach der Wolf als er sie traf,
„alles was du so gelesen, über Wölfe und ihr Wesen
das ist falsch, ich bin sehr brav,
braver noch als manches Schaf.

Es gibt nicht nur den Bösewicht,
der alte, kranke Oma’s frisst.
Es gibt auch nette und ganz zahme Wölfe.
Komm doch in meine Arme.“

Ich werde immer dich beschützen,
du darfst auf meinem Rücken sitzen.
Mein Fell ist weich, schmieg dich mal an.
Ach, nimm mich doch als Ehemann.“

Das Kind war ahnungslos und dumm.
Sie prahlte bei den Freundinnen rum.
“ Nun endlich hab ich ihn gefunden,
den richtigen Mann für schöne Stunden.

Er ist so stark und doch so zart.
Ein Mann von ganz besonderer Art.
Geht gleich auf meine Wünsche ein
und lässt mich stets, ich selber sein.“

Das Dumme Kind hat nicht bedacht,
Wolf bleibt Wolf, auch wenn er lacht.
Und eines hat sie noch vergessen,
wer Wölfe ärgert wird gefressen.

Rumpelzwerg

Ein Zwerg, man kann es gar nicht glauben,
der will ein Königskind sich rauben.
Er kocht und backt und tanzt herum
auf einem Bein, wie blöd, wie dumm.

Eine Zwergin soll er sich anschaffen.
Dann kann er selber Kinder machen.

Das Hexenhaus

Die Hexe läuft ums Haus geschwind
und denkt, “ wie bin ich unmodern.
Mit Lebkuchen fängt man kein Kind,
Ich muss ganz dringend renovieren.

Aus meinem Schornstein fallen Pommesfrites.
Auf’s Dach da kommen Pizza Stücke.
Das ist was für die heutigen Kits.
So krieg ich sie in meine Hütte.

Ins Fenster kommen Computerspiele.
Mit Mars und Bountis rundherum.
Nur so erreich ich meine Ziele.
So kriege ich die Kinder rum.

Gesagt. HEX! HEX!
Das Haus stand da.
Modernisiert, ganz wunderbar.

Da kamen Grete und der Hans
und das geschwisterliche Pärchen
durchschauten diese Falle sofort, ganz.
Sie kannten ja das Märchen.

Schneefalle

Frau Holle schüttelt ihre Betten.
Sie schüttelt, schüttelt voller Fleiß.
Wenn du sie fragst, ich möchte wetten,
sagt sie,“ die Arbeit ist ein Scheiß.
Ich glaube auch nicht, dass es dann schneit.
Das hat der Grimm sich ausgedacht
und ich bin so ein blödes Weib
und schüttel, schüttel Tag und Nacht.

Da kam das Goldmariechen an
und sprach,“ ich mache es für dich,
du hast zur Zeit ja keinen Mann.
Der Deine lies dich wohl in Stich?
Das Betten schütteln ist ein Graus
für Männer mit Gefühlen.
Dazu sind sie nicht konzipier.
Ihr Anteil heißt zerwühlen.

Die Pechmarie kam angelaufen
und sagt,“ seit ihr denn noch zu retten?
Es ist doch wirklich nicht zu glauben,
ihr schüttelt noch die Betten?
Wem wollt ihr, sagt mir, damit dienen?
Schnee macht man nicht mehr mit der Hand,
dafür gibt es Maschinen.“

Träume

Träume haben mich gequält.

Ein Geschenk hat mir gefehlt, bei der Feier, bei der ich war.
Und mein Haus war nicht mehr da.
Ich hatte mich total verlaufen, wußte nicht mehr wo ich war.
Sprang in einen Bus hinein und war plötzlich nackedei.
Einmal hing ich am Trapez und der Abgrund war so tief,
dass ich laut um Hilfe rief.
Unten standen viele Leute, doch es lachte nur die Meute.
Da konnte ich mich nicht mehr halten und nur noch fallen, fallen, fallen.
Doch ich landete, wie nett, Gottseidank, in meinem Bett.
Träume können furchtbar sein aber manchmal auch erfreuen.

Ich habe meinen Enkel gefragt, “ wie das kommt und was das soll.“
Da sagte er,“Oma das ist doch toll, dein Computer der war voll.
Hat sich über Nacht entladen nun kannst du wieder viele
Kapazitäten haben und neue Erinnerungen laden.

Zum Geburtstag

Lieber ……..

Was immer du auch angestrebt,
wer …. wird, hat viel erlebt.
Mal ging es runter und mal rauf,
so ist nun mal der Lebenslauf.

Nimm’s einfach, mach so weiter,
nimm’s einfach und bleib heiter!
Wir wären alle wirklich froh,
bleibst du für uns noch lange so.

Mach weiter so wie wir dich lieben,
denn du bist einfach jung geblieben.
Dein Herz hat seinen frohen Klang
behalten all die Jahre lang.

Das ist es, was die Freunde, die Familie
und mich freut.
Darum feiern wir dich heut.

Wir wünschen, dass deines Herzens Heiterkeit
dich jung erhält noch lange Zeit.

Lied zum Geburtstag: Jetzt kommen die lustigen Tage

(Melodie: Jetzt kommen die lustigen Tage)

Jetzt kommen die lustigen Jahre, 50 ade.
Sie sind doch was Wunderbares und tun auch garnicht weh.
Denn die, der………. ist jung, im Herzen und im Geist
Und auf gar keinen Fall verschroben und vergreist.

50 ade, ade – 60 OK

Bedenken wir unser Leben, 50 ade.
Da konnten wir vieles erleben : Es war ein Varieté .
Mal waren wir der Clown und manchmal der Dompteur.
Dann der Turner am Trapez und manchmal der Jongleur.

50 ade, ade – 60 OK

Das Leben war ein Wandern, 50 ade.
Von einem Jahr zum Andern, nun kommt das Resümee.
Es war wunderschön, trotz mancherlei Verdruss.
Mit Tiefen und mit Höh’n und manchem Überfluss.

50 ade, ade 60 OK

Liebe …………. mach so weiter, 50 ade.
Sing fröhlich und sei heiter, die 60 tut nicht weh.
Wir wünschen dir Glück, im Herzen Sonnenschein.
Viel Gesundheit dazu und lass uns Freunde sein.

50 ade, ade – 60 OK

Geburtstagsgrüße

Wieder ein Jahr älter und noch genau so schön.
Wieder etwas älter, es ist wirklich nicht zu sehen.

Alle die dich lieben, die wünschen dir heut Glück
für dein neues Lebensjahr, bleib gesund und fit.

Die Freunde singen fröhlich,“ Happy Birthday,“
nur für dich und ich schreibe dies Gedicht.

Die Engel die dich behüten, laufen schnell zu unserem Herrn.
Herrgott, ………. hat Geburtstag, du hast sie doch besonders gern.

Schenk Ihr Gesundheit für das neue Lebensjahr,
alles andere macht sie selber, vorschriftlich und wunderbar.

Gib jedem Tag die Change, ein glücklicher Tag zu werden.
Wir haben es selber in der Hand und sollten es nicht verderben.

Und zwickt es auch mal irgendwo, man lebt nicht ohne Risiko.
Und bist du traurig irgendwann, dann ruf mich an.

Freunde haben immer für einander Zeit.
Geteilte Freude ist doppelte Freude. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Nun wandere heiter durch die vier Jahreszeiten.
Alle die dich lieben werden dich begleiten.

Doch um Eins will ich dich noch bitten,
hab immer ein fröhliches Lied auf den Lippen.